Plakate im Wind,
Gesichter aus Pappe
Große Versprechen,
doch alles bleibt statisch
Alle woll’n führen,
keiner hört zu
Willkommen im …
… Wahlkampf …
… was ein Krampf!
Söder spielt König
auf bayerischem Thron
Dreht sich im Wind
wie ein Wetterballon
Wenn er sagt
der Himmel ist blau,
dann schau ich erst selbst nach,
bevor ich ihm trau!
Kameras an,
Lächeln parat
Politik als Show,
jeden Tag neu verpackt
Viel zu viel Glanz,
viel zu wenig Plan
Und wir steh’n da
und fragen:
Wann fangt ihr an?
Die einen reden Moral,
doch hören nicht zu
Die andern nur Zahlen
und Bilanzen im Blickfeld dazu
Manche schreien laut
von Freiheit und Recht
Und vergessen dabei,
was Freiheit wirklich heißt!
Die einen träumen
von gestern zurück
Die andern von morgen,
doch keiner nimmt uns mit
Alle haben Gründe,
alle ein Ziel
Doch ich seh zu oft
nur Macht
und Profitspiel
Ich wähl nicht blind,
ich wähl nicht aus Angst
Nicht aus Gewohnheit,
nicht aus Wut,
nicht aus Zwang
Dein Kreuz ist dein Schuss,
ziel lieber genau
Denk selber nach,
wem du wirklich vertraust
Kein Heilsversprechen,
kein Retter im Licht
Nur deine Stimme
und dein Gesicht
Wenn du nicht denkst,
denkt jemand für dich
… UND …
… DAS WILL ICH NIIIIIIIIIIIIIIIIIICHT!!!!
Im Landkreis Cham,
so viele Stimmen im Spiel,
Multerer steht für Erfahrung
und Stabilität viel,
Kennt die Wege, kennt die Ämter,
kennt den Plan,
Doch CSU heißt oft:
Gestern festhalten
statt vorangehn dann
Schindler sagt: Nähe, Ehrlichkeit,
Politik ohne Show,
Steht im Dorf, hört zu,
nimmt Sorgen ernst, das merk ich so,
Will anders sein
als die da oben im System,
Doch Freie Wähler laufen oft
doch wieder hinterher im selben Reim
Brachwitz redet von Team
und von Miteinander,
Von Respekt, von sozial,
von fair zueinander,
Das klingt nach Herz
und nach ehrlichem Ziel,
Doch SPD ist nur noch Schatten von dem,
was sie mal war und will
Stuiber redet von Chancen,
von Wirtschaft und Lauf,
Von Betrieben, von Jobs,
von „Wir halten hier drauf“,
Das ist wichtig für viele,
das seh' ich ja ein,
Doch FDP heißt oft:
Freiheit für wenige
und der Rest bleibt allein
Oberthür kämpft für Wohnen,
für Gerechtigkeit,
Für die, die zu wenig haben,
zu wenig Zeit,
Steht fest für Ideen,
die nicht jeder mag,
Doch Linke bleibt oft
zu weit weg vom Alltag
Kretz redet von Zukunft,
von Klima, von Mut,
Von morgen und heute
zusammen gedacht und gut,
Will Natur und Menschen
gemeinsam sehen,
Doch Grüne rennen zu schnell
für die echte Welt hier drin zu verstehn
Und Fischer, menschlich korrekt,
kein Theater, kein Spiel,
Man kann mit ihr reden,
auch wenn ich nicht alles so fühl,
Doch AfD baut auf Wir gegen die,
Und macht aus Sorgen Waffen
das brauch ich nicht hier
Wo ist der Punkt zwischen Hoffnung und Wut?
Zwischen Vertrauen und blindem Mut?
Ich such nicht den Feind, ich such den Sinn
In dem ganzen Lärm hier drin
Ich wähl nicht blind,
ich wähl nicht aus Angst
Nicht aus Gewohnheit,
nicht aus Wut,
nicht aus Zwang
Dein Kreuz ist dein Schuss,
ziel lieber genau
Denk selber nach,
wem du wirklich vertraust
Kein Heilsversprechen,
kein Retter im Licht
Nur deine Stimme
und dein Gesicht
Wenn du nicht denkst,
denkt jemand für dich
… UND …
… DAS WILL ICH NIIIIIIIIIIIIIIIIIICHT!!!!
Kein Kreuz passt hundert Prozent zu mir und dir,
Kein Programm spricht komplett für uns
Doch nicht zu wählen heißt:
Ich geb es ab,
Und dann entscheiden die andern für uns …
… jeden Tag
Also wähl das Übel,
das du noch erträgst,
Aus Überzeugung,
nicht weil du schweigst!